Gefahrenabwehrplan - Stadt Herne


Teil B - Gefahrenabwehr - Gefahren
Gefahrenabwehrplan - Stadt Herne
Großschadensereignis
mit Massenanfall von Verletzten, Erkrankten und Betroffenen
für den Rettungsdienstbereich Herne

Entsprechend dem Gesetz über den Rettungsdienst sowie die Notfallrettung und den Krankentransport durch Unternehmer (RettG NW) vom 24.11.1992, geändert durch Gesetz vom 17.12.1998, geändert durch Artikel 17 des 1. ModernG NRW vom 15.6.1999, ist der Träger des Rettungsdienstes verpflichtet, ausreichende Vorbereitungen für Schadensereignisse mit einer größeren Anzahl Verletzter oder Erkrankter zu treffen.

Großschadensereignisse und ein Massenanfall von Verletzten, Erkrankten und Betroffenen (ManV) sind trotz ihrer Seltenheit - gemessen am Umfang des rettungsdienstlichen Tagesgeschäftes - unabhängig von der Bevölkerungsdichte des jeweiligen Rettungsdienstbereiches durchaus Realität. In der Stadt Herne fällt die Bewältigung eines Großschadensereignisses in die Zuständigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst. Im Rahmen von Großschadensereignissen können und müssen die medizinischen Versorgungsstrategien durchaus vom gewohnten Konzept der maximalen Individualtherapie für jeden Einzelnen abweichen, wenn nicht genug materielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stehen. Ziel jeder Bewältigungsstrategie muss demnach sein, durch Anwendung geeigneter Maßnahmen die schnellstmögliche Rückkehr zur Individualmedizin zu erreichen. Zielvorgabe ist die optimale Ausnutzung der bestehenden Versorgungskapazitäten, um eine zeitgerechte Erstversorgung vor Ort zu garantieren und eine optimale Verteilung der Patienten auf geeignete Krankenhäuser zu ermöglichen. Hierzu bedarf es gesonderter Organisationsformen und besonderer Einsatzgrundsätze, die mit allen beteiligten Organisationen und Strukturen im Vorfeld besprochen und dann als verbindlich festgelegt werden.

Der Fachbereich Feuerwehr hat in einer dienstlichen Weisung die erforderlichen Regelungen, Alarmierungen und Maßnahmen festgelegt.

>> Massenanfall Verletzter

Innerhalb der Bereitschaft 2 der überörtlichen Hilfe im Regierungsbezirk Arnsberg greifen zusätzlich für den Aufbau von Behandlungsplätzen und die Zusammenstellung von Transportkomponenten folgende Regelungen:

>> Behandlung, Transport, überörtliche Hilfe