
Hüller Straße (2009-2010)
Seit der Eröffnung des neuen Teilstücks der Berliner Straße (L 639n) zwischen Schlachthofstraße und Hüller Straße ging das Verkehrsaufkommen auf der Hüller Straße erheblich zurück.
Der Straßenausbau entsprach jedoch weiterhin dem der Durchgangsstraße. Er war sehr verkehrsorientiert gestaltet und bot kaum Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer. Bäume als Gestaltungselemente fehlten weitgehend. Insgesamt befand die Straße sich in einem städtebaulich unattraktiven Zustand.
Mit baulichen Veränderungen soll sowohl das städtebauliche Erscheinungsbild der Straße aufgewertet als auch die Geschwindigkeit durch punktuelle bauliche Maßnahmen beeinflusst werden. Im Rahmen des Stadtteilprojekts wurde der nördliche Abschnitt der Hüller Straße zwischen Einmündung Moßkampweg im Süden und Einmündung Bickernstraße im Norden neu gestaltet.
Die Stadt Herne legte den Vorplanungsentwurf für die Umgestaltung der Thiesstraße zuerst den Bewohnern (März 2009), anschleßend den Gremien (Mai-Juni 2009) vor. Die Realisierung im Kostenrahmen von rd. 250.000 Euro (inkl. Anliegeranteile) erfolgte im Sommer/Herbst 2010.
Kurzbeschreibung der Projektinhalte:
Der südliche Abschnitt zwischen L 639n im Süden und den Einmündungen Königsberger Straße/Moßkampweg wurde zeitgleich mit ähnlichem Ausbaustandard realisiert. Der öffentliche Kostenanteil wurde aus Mitteln der Ausgleichsmaßnahme der L 639 finanziert.
Unser-Fritz-Straße (2007-2009)
Die Unser-Fritz-Straße ist eine der zentralen und meist befahrenen Wohnstraßen in Unser Fritz, in die zahlreiche kleinere Wohnstraßen einmünden. Da über diese Straße ein großer Teil des Verkehrs von und zur Autobahn A42 fließt, wurde vom motorisierten Individualverkehr häufig die zulässige Geschwindigkeit erheblich überschritten, so dass punktuelle bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung erforderlich waren. Insbesondere weil die Unser-Fritz-Straße Schulweg für die Grundschüler der Laurentiusschule ist, stand die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Vordergrund der Baumaßnahmen. Die rund 400.000 Euro teure Baumaßnahme hatte des Weiteren eine gestalterische Verschönerung zum Ziel. Die Gelegenheit wurde auch genutzt, um Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Telefon umzulegen.
Realisierte Einzelmaßnahmen:
Thiesstraße (2005-2007)
Die Thiesstraße ist eine der Hauptwegestrecken für die Kinder aus dem Stadtteil Bickern zur Grundschule Michaelstraße. Da über diese Straße ein großer Teil des Verkehrs aus dem südlichen Stadtteil zur Wilhelmstraße abfließt, wird häufig vom motorisierten Individualverkehr die zulässige Geschwindigkeit erheblich überschritten, so dass punktuelle bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung erforderlich sind.
In der Thiesstraße müssen in 2006 die Kanäle – wie im Erlenkamp - ebenfalls erneuert werden, so dass zweckmäßiger Weise die verkehrsberuhigenden Maßnahmen zeitgleich durchgeführt werden sollen.
Die Stadt Herne legte den Vorplanungsentwurf für die Umgestaltung der Thiesstraße zuerst den Bewohnern (Ende 2005), anschleßend den Gremien (Frühjahr 2006) vor. Die Realisierung im Kostenrahmen von rd. 40.000 Euro erfolgte im Sommer 2007.
Realisierte Einzelmaßnahmen:
Im Erlenkamp (2005-2006)
Wie die Thiesstraße ist auch der Erlenkamp eine in Nord-Süd-Richtung verlaufende Wohnstraße, die die Wilhelmstraße mit der Bickernstraße verbindet.
Im Rahmen der Untersuchungen zur Erstellung des Gesamtverkehrskonzeptes für das Erneuerungsgebiet wiesen zahlreiche Bewohner darauf hin, dass „Im Erlenkamp“ erheblich zu schnell gefahren wird. Da ohnehin beabsichtigt ist, die Kanalhalterungen Im Erlenkamp zeitgleich zu den Kanälen in der Bickernstraße zu erneuern, war es zweckmäßig, parallel zur Kanalerneuerung auch die verkehrsberuhigenden Baumaßnahmen auszuführen.
Ein Vorplanungsentwurf für die Umgestaltung der Straße „Im Erlenkamp“ legte die Stadt parallel zur Planung für die Thiesstraße zuerst den Bewohnern (Ende 2005), anschleßend den Gremien (Frühjahr 2006) vor. Die Realisierung im Kostenrahmen von rd. 40.000 Euro erfolgte im Sommer 2006.
Realisierte Einzelmaßnahmen:
Bickernstraße (2004-2007)
Entlang der westlichen Bickernstraße hat sich eine städtebaulich integrierte Geschäftslage entwickelt, die auf die wohnungsnahe Versorgung der benachbarten Wohnbevölkerung ausgerichtet ist. Dieses Zentrum bedurfte der Stärkung auch durch bauliche Maßnahmen:. Durch eine Umgestaltung des Straßenbildes sollte die Straße sich auch optisch von den benachbarten Wohnstraßen abheben. Weiterhin sollte die Verkehrssicherheit für die Passanten erhöht und das Parken geordnet werden.
Die Realisierung im Kostenrahmen von rd. 355.000 Euro (darunter 40.000 sog. Anliegerbeiträge nach KAG) erfolgte Ende 2006 bis Ende 2007.
Realisierte Einzelmaßnahmen:
Emscherstraße (2002-2004)
Die Emscherstraße hat die Funktion einer Verbindungsstraße zwischen den Stadtteilen Bickern und Unser Fritz. Wegen ihres geradlinigen Verlaufs überschritten motorisierte Verkehrsteilnehmer vor der Umgestaltung häufig die zulässige Geschwindigkeit. Die zahlreichen Straßeneinmündungen aus der und in die Hühnerleitersiedlung hatten viel Abbiegeverkehr zur Folge, der in Kombination mit den vormals überhöhten Geschwindigkeiten zu gefährlichen Verkehrssituationen führte. Erschwerend kam hinzu, dass alle Kinder aus der Siedlung die Straße überqueren mußten, um zum einzigen Spielplatz im Umfeld zu gelangen.
Aus diesem Grund wurde die Straße im Zeitraum April bis Dezember 2004 unter Einsatz von rund 120.000 € Stadterneuerungsmitteln verkehrsberuhigend umgestaltet. Realisierte Einzelmaßnahmen sind:
Unser-Fritz-Straße: Erhöhte Bordsteine, Fahrradständer und neue Beläge bringen Nutzerfreundlichkeit und optische Attraktivität
Im Erlenkamp: Aufpflasterungen und Bäume sorgen für geringere Geschwindigkeiten
Emscherstraße: Querungshilfen erhöhen die Verkehrssicherheit
Emscherstraße: Komfortable Bushaltestellen mit erhöhtem Bordstein
Emscherstraße: Aufgepflasterte Einmündungen verringern die Geschwindigkeit